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Legionellen im Kühlturm

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Seit 2018, als die erste Legionellenkonferenz stattfand, müssen Betreiber von Verdunstungskühlanlagen, Kühltürmen und Nassabscheidern ihr Kühlwasser regelmäßig auf mikrobiologische Verunreinigungen wie Legionellen oder Bakterien untersuchen lassen.

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Diese Regelung wurde erlassen, weil sich in den USA in mehreren Fällen Menschen mit Legionellen infiziert hatten. Die Behörden stellten fest, dass diese Bakterien aus Kühltürmen stammten. Legionellen sind aerobe Bakterien und können durch Wassertropfen übertragen werden. Unter bestimmten Wetterbedingungen steigen die Verdunstungsschwaden nicht nach oben. Besonders in Talkesseln bleiben diese Schwaden aus dem Kühlturm in Bodennähe. Auf diese Weise haben sich Menschen mit Legionellen infiziert. Um solche Infektionen künftig zu vermeiden, wurde die Regelung eingeführt.

02 / Grenzwerte

Grenzwerte

Die Regelung ist an verschiedenen Stellen im Internet zu finden, beispielsweise bei den CDC in den USA oder vergleichbaren Organisationen in anderen Ländern. Hier eine Zusammenfassung aus unserer Sicht. In Europa regelt die Vorschrift die Beschaffenheit der Anlagen, deren Betrieb und vor allem, wie und was kontrolliert werden muss. Eigenkontrollen sollten alle 14 Tage erfolgen. Alle 3 Monate muss ein zertifiziertes Prüflabor diese Untersuchungen durchführen. Erst wenn sich die gemessene Legionellenzahl über einen längeren Zeitraum auf einem niedrigen Niveau stabilisiert hat, kann die Prüfhäufigkeit reduziert werden. In einer Verdunstungskühlanlage liegen die Grenzwerte bei 100, 1.000 und 10.000 KBE/100 ml. Werden die Grenzwerte der jeweiligen Stufe, also die entsprechenden Keimzahlen, überschritten, sind abgestufte Maßnahmen erforderlich. Bei Überschreitung der höchsten Stufe 3 mit >10.000 KBE muss eine Stoßspülung mit Biozid durchgeführt werden. Dabei wird mitunter der gesamte Kühlkreislauf geflutet. Gerade bei großen Kühlsystemen kann dies recht teuer werden.

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Das Problem, alle Legionellen zu erreichen

Ob im Trinkwassersystem eines Krankenhauses oder im Kühlkreislauf einer Industrieanlage: Das Hauptproblem jeder Maßnahme besteht stets darin, alle Legionellen zu „erwischen“. Biofilme sind die Brutstätten der Legionellen. Gelingt es bei der Stoßspülung nicht, den gesamten Biofilm zu entfernen, vermehren sich die Bakterien innerhalb kurzer Zeit erneut und der Kreislauf beginnt von vorn. Wie bereits an anderer Stelle beschrieben, können Biozide nur auf Bakterien wirken, mit denen sie in Kontakt kommen. Dasselbe gilt für thermische Desinfektion oder UV-Anlagen. Sitzt ein Bakterium gut geschützt in einer Biofilmschicht in einer nicht durchströmten Leitung, erreichen es weder Wärme noch Chemikalien. Von UV-Licht ganz zu schweigen.

04 / Merus wirkt auch in Totleitungen

Merus wirkt auch in Totleitungen

Die Merus Technologie erreicht auch Totstränge in Leitungen oder Maschinen. Deshalb können wir Biofilm auch aus nicht durchströmten Leitungsabschnitten entfernen, ohne diese zu öffnen. Der Grund: Die Merus Schwingungen bewegen sich im Wasser viel schneller als das Wasser selbst. So erreichen die Schwingungen auch nicht durchströmte Leitungsbereiche und reduzieren dort den Biofilm. Ist der Biofilm verschwunden, fehlt den Bakterien der Nährboden und die Kolonien sterben aus. Merus kann die Zahl der Legionellen im Kühlwasser somit deutlich reduzieren und in der Regel unter die geforderten Grenzwerte bringen. Liegt die Keimzahl dauerhaft unter dem Grenzwert der niedrigsten Stufe, also unter 100 KBE/100 ml, kann auch die Häufigkeit der Untersuchungen reduziert werden.

Viele Kunden verzichten anschließend auf Biozide oder thermische Maßnahmen für ihr Kühlwasser. Auf diese Weise können Betreiber von Kühlsystemen erhebliche Einsparungen erzielen.

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