Fallstudien / Industrie

Wasserinjektionsbohrung

Industrie · Korrosion, Biologie, Kohlenwasserstoffe
Wasserinjektionsbohrung
Industrie / Korrosion, Biologie, Kohlenwasserstoffe
01 / HINTERGRUND

Wasserinjektionsbohrung.

Aus dem ursprünglichen Projektbericht

Unser Kunde, ein mittelgroßes Ölunternehmen in Argentinien, hat Probleme mit der Wasserinjektion. Deshalb wurde beschlossen, in einem Versuch zu prüfen, wie Merus Ringe diese Probleme verringern können.

Vor der Installation
01 / Vorher
02 / WAS IST EINE WASSERINJEKTIONSBOHRUNG?

Was ist eine Wasserinjektionsbohrung?

Wird in einem Ölfeld Öl aus einer Förderbohrung gepumpt, sinkt der Lagerstättendruck. Zum Ausgleich wird Wasser direkt in die Lagerstätte eingepresst. Hierzu werden im Ölfeld Injektionsbohrungen niedergebracht, über die das Wasser in das Reservoir gelangt.

Wertvolles Trinkwasser dafür zu verwenden, ist kaum möglich. Deshalb besteht der größte Teil des Injektionswassers aus wiederverwendetem sogenanntem Produktionswasser. Rohöl ist eine Flüssigkeit aus Kohlenwasserstoffen und Wasser. Dieses Gemisch wird in speziellen Maschinen getrennt. Öl und Wasser werden gereinigt, und schließlich wird das Produktionswasser zurückgeführt und erneut in die Formation eingepresst.

Im vorliegenden Fall versorgt ein Wassertank mehrere Injektionsbohrungen. Für den Versuch wählten wir eine 3,2 km lange Pipeline. Die Wassertemperatur beträgt etwa 50°C, der Durchfluss 47 m3/h bei einem Druck von 11 kg/cm2.

Der Merus Ring wurde am Anfang der 4″-Pipeline (DN100) installiert. Unmittelbar vor dem Installationspunkt wurden ein Ablagerungscoupon und ein Korrosionscoupon eingesetzt. Ein weiteres Couponpaar wurde nahe der Bohrung vor der Injektion angebracht.

Vor der Installation
Wasserinjektionsleitung
02 / VorherWasserinjektionsleitung
03 / Vorher
03 / KORROSIONSRATE, ABLAGERUNGSRATE UND SRB DEUTLICH REDUZIERT

Korrosionsrate, Ablagerungsrate und SRB deutlich reduziert

Die Fotos zeigen oben einen Ablagerungscoupon und unten einen Korrosionscoupon. Die Coupons links befanden sich vor dem Merus Ring und waren unbehandeltem Injektionswasser ausgesetzt. Die Coupons rechts wurden an den Injektionsbohrungen etwa 3,2 km stromabwärts des Merus Rings installiert. Der Unterschied beim Ablagerungscoupon vor und nach dem Ring ist offensichtlich. Beim Korrosionscoupon muss man etwas genauer hinsehen.

Alle drei überwachten Werte gingen während des viermonatigen Versuchs um 75% oder mehr zurück. Dies entsprach den Erfolgskriterien des Kunden. Selbstverständlich wurde die bestehende Chemikaliendosierung während des gesamten viermonatigen Versuchs nicht verändert. Die Bedingungen blieben jederzeit gleich.

Dieser Feldversuch konnte eindrucksvoll zeigen, wie gut Merus Ringe sind und unter welch schwierigen Bedingungen Merus funktionieren kann.

Der Originalbericht unseres Kunden liegt auf Spanisch vor.
01 /
Die Korrosionsrate MPY – mils per year, auch Korrosionsgeschwindigkeit genannt, sank von 6,43 mpy vor dem Installationspunkt auf 1,43 mpy vor der Bohrung.
02 /
Die Ablagerungen am Ablagerungscoupon gingen von 5,22% auf 1,04% zurück.
03 /
Die sulfatreduzierenden Bakterien (SRB) waren nach 4 Monaten nicht mehr nachweisbar.
Vor der Installation
Vor dem Ring
04 / VorherVor dem Ring
3,2 km stromabwärts vor der Injektion
05 / Vorher3,2 km stromabwärts vor der Injektion

Die Fotos dokumentieren die beschriebene Installation; die Ergebnisse entsprechen dem ursprünglichen MERUS-Bericht. Quellseite: merusonline.com/water-injection-well

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