Viskosität von Rohöl
Viskosität von Rohöl.
Die Viskosität beschreibt, wie schwer eine Flüssigkeit fließt. Sie wird in Centipoise, abgekürzt cP, gemessen. Die Einheit geht auf den französischen Arzt Poiseuille zurück, der den Blutfluss untersuchte.
Wasser hat bei 20°C eine Viskosität von 1 cP. Mit steigender Temperatur nimmt diese ab. Bei 25°C beträgt die Viskosität von Wasser nur noch 0,89 cP.
Ihr Browser unterstützt das Video-Element nicht. Wie Viskosität wirkt, ist nicht leicht zu verstehen. Deshalb verwenden wir hier Honig als Beispiel, denn damit haben die meisten Menschen Erfahrung. Honig hat eine Viskosität von 2.000 bis 10.000 cP.
Die Viskosität des Honigs im Video ist so hoch, dass beim Fallen des Tropfens nicht der gesamte Honig nach unten fällt, sondern ein Teil aufgrund seiner Viskosität wieder nach oben gezogen wird. Hat Rohöl eine derart hohe Viskosität, lässt sich vorstellen, wie schwer es zu pumpen ist und welche Belastung dies für die Pumpenlaufräder bedeutet.
Sie können einen einfachen Versuch machen: Nehmen Sie ein Glas Honig und rühren Sie mit einem Löffel darin. Je höher die Viskosität, desto schwerer lässt er sich umrühren.
Im Allgemeinen nimmt die Viskosität bei sinkender Temperatur zu. Honig bei 20°C ist zähflüssiger und weniger fließfähig als bei 50°C. Das können Sie prüfen: Stellen Sie Honig, der nicht mehr fließt, in heißes Wasser, und er wird wieder flüssiger.
Bei Rohöl bestimmen die enthaltenen Bestandteile seine Viskosität. Insbesondere Teer oder Asphaltene machen das Rohöl zähflüssiger. Je höher die Viskosität, desto schwieriger ist der Transport durch eine Leitung. Das Pumpen hochviskoser Flüssigkeiten kann sehr energieintensiv sein und Maschinen sowie Leitungen stark beanspruchen.
Der zweite wesentliche Einflussfaktor ist die Temperatur. Wir kennen Kunden, die das Rohöl vor dem Pumpen durch die Pipeline erwärmen. Die Temperatur muss hoch genug sein, damit das Rohöl am Ende der Leitung noch pumpfähig ist. Je länger das Rohöl in der Leitung verbleibt, desto stärker kühlt es ab. Bei sehr langen Pipelines werden mehrere Heizstationen entlang der Strecke eingesetzt.
Negative Folgen hoher Viskosität beherrschen
Der Schutz von Maschinen und Leitungen vor Verschleiß durch hochviskoses Rohöl kann ein Nebeneffekt der Behandlung mit unserer Technologie sein. Der Theorie zufolge enthält Rohöl zumindest Spuren von Wasser. Unter dem Einfluss unserer Technologie wirken diese als Schmiermittel zwischen den verschiedenen „Schichten“ der Flüssigkeit. Dadurch werden die Scherkräfte im Rohöl reduziert, die für die Viskosität verantwortlich sind.
In der Praxis bedeutet dies, dass sich das Rohöl leichter transportieren lässt. Es lässt sich einfacher pumpen, obwohl seine chemische Zusammensetzung unverändert bleibt.
In der Vergangenheit haben wir einige Versuche durchgeführt, um Daten zu diesem Phänomen zu sammeln. Bisher lassen sich daraus nur Tendenzen ableiten, da die Zahl der Fälle zu gering ist. Gerne besprechen wir die Möglichkeiten eines Versuchs vor Ort mit Ihnen. Kontaktieren Sie uns dazu.
Die Fotos dokumentieren die beschriebene Installation; die Ergebnisse entsprechen dem ursprünglichen MERUS-Bericht. Quellseite: merusoilandgas.com/viscosity-of-crude-oil
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