
„Schlamm“ ist der Sammelbegriff für alle Arten von Ablagerungen in einer Pipeline. In einer Öl- oder Gaspipeline können dies Kalk, Korrosionsprodukte, Paraffin, Teer, Asphaltene, Sand oder Bakterien sein. Normalerweise lässt sich dieser Schlamm durch Molchen entfernen. Der Molch wird am Anfang der Pipeline eingesetzt und durch das Öl oder Gas über die gesamte Leitungslänge geschoben. Er ist so konstruiert, dass er beim Durchfahren die Rohrwände reinigt und den gesamten Schmutz beziehungsweise die Ablagerungen am Leitungsende austrägt. In langen, großen Pipelines können dabei leicht mehrere 100 kg Schlamm anfallen. Dies hängt selbstverständlich von der Häufigkeit der Molchreinigung und der Rohrgröße ab.
Je nach Zusammensetzung der Kohlenwasserstoffe kann der Schlamm auch giftige Bestandteile wie H2S oder Quecksilber enthalten. In diesem Fall muss menschlicher Kontakt mit den Ablagerungen vermieden werden. Dafür sind besondere Ausrüstung und Schutzkleidung erforderlich. Die Bilder zeigen Sicherheitsvorkehrungen bei der manuellen Entfernung des Schlamms aus dem Molchempfänger nach dem Molchen. Mit dem giftigen Schlamm muss besonders vorsichtig umgegangen werden. Er muss in speziellen Anlagen verbrannt werden, damit niemand geschädigt wird. Auch die abschließende Entsorgung ist sehr kostspielig.
Schlamm mit der Merus Technologie reduzieren
Eine grundlegende Wirkung der Merus Technologie besteht darin, die Löslichkeit aller löslichen Bestandteile einer Flüssigkeit zu erhöhen. Das Diagramm zeigt einen Fall, an dem die Vorteile deutlich erkennbar sind.
Einige wichtige Bestandteile des Rohöls wie Paraffin oder Kalk bleiben gelöst. Sie fließen mit dem Rohöl weiter und setzen sich nicht in der Leitung ab. Ist die Rohrinnenfläche glatt, können sich auch andere Stoffe nicht daran festsetzen und Ablagerungen bilden. Im Diagramm ist zu sehen, dass Merus mineralische Ablagerungen, Paraffin und Sand reduziert. Sand ist natürlich nicht in einer Flüssigkeit löslich. Fehlt jedoch das Paraffin, findet der Sand an der Rohrwand keinen Halt und wird mit der Flüssigkeit stromabwärts transportiert.
In einigen Projekten konnten wir die Schlammmenge um fast 90% reduzieren.
Betriebskosten sparen
Weniger Schlamm bedeutet, dass seltener gemolcht werden muss. Der verbleibende Schlamm haftet nicht an den Rohrwänden, was die Reinigung erleichtert. Weniger Schlamm führt auch zu einem geringeren Gegendruck in den Pipelines. Damit sinkt der Strombedarf zum Pumpen des Öls. Es gibt Fälle, in denen wir mehr als 70% der von den Pumpen benötigten Energie einsparen konnten.
Beide Faktoren senken die Kosten für die Instandhaltung des Rohrleitungssystems.



