
Korrosion gilt als eines der größten Probleme für die Anlagen der Öl- und Gasindustrie. Die meisten Undichtigkeiten und Fehlfunktionen von Maschinen werden durch Korrosion verursacht. Aufgrund aggressiver Stoffe in den Kohlenwasserstoffen beträgt die Lebensdauer bestimmter Maschinen und Leitungen weniger als 2 Jahre. Der ständige Austausch von Teilen verursacht enorme Kosten.
In Öl- und Gasleitungen treten viele unterschiedliche Korrosionsarten auf. Unsere Beschreibung kann nur die häufigsten Formen abdecken, zu denen wir über zuverlässige Erfahrungen und Daten verfügen. Darüber hinaus können wir nur Korrosion an den Innenflächen der Leitungen beeinflussen. Korrosion an den Außenflächen lässt sich mit unseren Methoden nicht behandeln.
Heute werden hochwertige Stähle eingesetzt, um das Korrosionsrisiko zu vermeiden. Häufig erfolgt dies jedoch nur abschnittsweise, sodass einige Teile des Systems korrosionsanfälliger bleiben als andere. Zudem kann sich die Zusammensetzung des Rohöls im Laufe der Zeit verändern und damit auch seine Wirkung auf die Rohrinnenflächen und die Korrosion.
Korrosionsrate in Anlagen der Ölindustrie senken
Grundsätzlich verfolgen wir das Ziel, jede Art von Korrosion zu reduzieren oder vollständig zu stoppen. Dies gilt nicht nur für Wasser, sondern auch für Kohlenwasserstoffanwendungen. In mehreren Fällen konnten wir dies in der Praxis nachweisen. Für manche Korrosionsarten liegen uns bisher jedoch keine praktischen Anwendungen vor. Manchmal ist auch die Auswertung der Daten schwierig, oder eine Vertraulichkeitsverpflichtung verhindert, dass wir darüber informieren können.
Dennoch konnten wir die Korrosionsrate in vielen Fällen und Anwendungen weltweit deutlich reduzieren. In mehreren Fällen lag sie anfangs bei über 10 mpy und konnte dauerhaft auf unter 1 mpy gesenkt werden. Das bedeutet, dass die Korrosion mit Merus Ringen weniger als 10% des Ausgangswertes beträgt.
Korrosion durch Wasser
Rohöl enthält häufig einen hohen Wasseranteil, der Korrosion in den Leitungen verursacht. Um den Druck im Ölreservoir aufrechtzuerhalten, wird Wasser über spezielle Wasserinjektionsbohrungen eingepresst. Dafür wird Produktionswasser verwendet, also Wasser aus der Ölbohrung. In Meeresnähe oder an Offshore-Standorten wird auch Meer- oder Brackwasser eingesetzt. Viele dieser Wässer verschärfen die Probleme sogar. Sie enthalten Mikroorganismen oder andere korrosive Bestandteile, die alle zu dem Problem beitragen.
Mit unserer Technologie können wir die „einfachen“ Korrosionsformen deutlich reduzieren oder vollständig beseitigen. In der industriellen Wasserbehandlung stoppen wir Korrosion in vielen Fällen erfolgreich. Bei Kohlenwasserstoffen können wir auf mehrere Fälle mit verlässlichen Daten verweisen.
Korrosion durch H2S
Wie oben beschrieben, sollte Merus aus theoretischer Sicht auch H2S-Korrosion reduzieren oder stoppen können. Wir können hierzu jedoch keine verlässlichen Daten vorlegen, da bisher nicht genügend Fälle überwacht werden konnten.
Korrosion durch CO2
CO2-Korrosion kommt auch in Wasseranwendungen vor. Dort haben wir CO2 bereits erfolgreich behandelt. Die Überwachung ist dabei ein wichtiges Thema, und wir benötigen die geeigneten Messbedingungen, um unsere Ergebnisse nachzuweisen.
Korrosion durch SRB
SRB, also „sulfatreduzierende Bakterien“, sind anaerobe Bakterien, die in Rohöl überleben können. Sie verursachen unterschiedliche Probleme in Rohrleitungen und Maschinen. Diese Bakterien „fressen“ das Sulfat des Stahls und erzeugen H2S als Stoffwechselprodukt. Sie schwächen nicht nur die Stahlstruktur, sondern erhöhen auch das Risiko zerstörerischer Korrosion.
Sobald Lochfraß in der Leitung auftritt, siedeln sich die Bakterien in diesen Bereichen an und verstärken das Problem zusätzlich. Dort leben und vermehren sie sich ungestört und breiten sich im gesamten System aus.
Wie kann die Merus Technologie dieses Problem beseitigen? Weniger Korrosion und Ablagerungen im Rohrleitungssystem bedeuten weniger Lebensraum für Bakterien. Diese sind auf geschützte Stellen wie Lochfraßvertiefungen oder Totleitungen im System angewiesen. Verschwindet ihr Lebensraum, nimmt die Zahl der Bakterien mit der Zeit ab. Da für die Übertragung der Merus Schwingungen keine kontinuierliche Strömung erforderlich ist, wirken sie in jedem Teil der Leitungen und Maschinen. Mikrobiell induzierte Korrosion (MIC) wird dadurch dauerhaft reduziert.
Fazit
Jede Anlage und jedes System rund um eine Öl- oder Gasbohrung ist individuell ausgelegt. Auch das Rohöl unterscheidet sich von Standort zu Standort, weshalb ein Produkt nach dem Prinzip „eine Lösung für alles“ schwierig zu realisieren ist. Wir besprechen deshalb immer den einzelnen Fall und beraten zur jeweils geeigneten Behandlung.
Um eine faire Geschäftsbeziehung aufzubauen, beginnen wir stets mit einer Testphase. Dabei installieren wir unsere Lösung und überwachen ihre Wirkung. In einer zweiten Phase kann die Installation bei Bedarf angepasst werden.


